Arbeitsrecht

Auf diesem Rechtsgebiet wird unterschieden:

Das Individualarbeitsrecht regelt die Rechtsbeziehungen zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber; das sogenannte Kollektive Arbeitsrecht erfasst die Rechtsverhältnisse zwischen den Koalitionen der Arbeitnehmer und Arbeitgeber und zwischen Vertretungsorganen der Arbeitnehmer und Arbeitgeber.
In unserer anwaltlichen Tätigkeit beschäftigen wir uns ausschließlich mit dem Individualarbeitsrecht.

Ein einheitliches Arbeitsgesetzbuch gibt es trotz vielfältiger Bemühungen nicht. Regelungen finden sich in vielfältigen Rechtsquellen, u.a. im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB), dem Kündigungsschutzgesetz, dem Teilzeit- und Befristungsgesetz, dem Entgeltfortzahlungsgesetz, schließlich auch im Sozialgesetzbuch (SGB IX), dem Arbeitnehmerüberlassungsgesetz, dem Mutterschutzgesetz, in Tarif- und Einzelarbeitsverträgen und vielen anderen Gesetzen und Richtlinien.
Dem sogenannten Richterrecht kommt – obgleich keine Rechtsquelle – im Arbeitsrecht erhebliche Bedeutung zu.

Arbeitsrechtliche Streitigkeiten sind wegen ihrer wirtschaftlichen Bedeutung für die Mandanten von hoher Wichtigkeit; für den Arbeitnehmer-Mandanten geht es hierbei oft um seine finanzielle Existenz oder gar um die der ganzen Familie, für den Arbeitgeber-Mandanten werden die wirtschaftlichen Interessen seines Unternehmens tangiert.

Wir vertreten sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber in Auseinandersetzungen im Zusammenhang mit der Beendigung eines Arbeitsverhältnisses, bei Streitigkeiten über offene Lohnansprüche, Abfindungen, Zeugniserteilungen oder sonstige arbeitsvertragliche Rechte und Pflichten.
Wie auch in anderen Rechtsgebieten wird im Arbeitsrecht der Versuch einer einvernehmlichen Einigung unternommen, schließlich selbst noch im Falle einer gerichtlichen Auseinandersetzung – etwa nach Erhebung einer Kündigungsschutz- klage – im Rahmen einer sogenannten Güteverhandlung vor dem Arbeitsgericht.
Scheitern diese Bemühungen, wird die Auseinandersetzung streitig fortgesetzt.

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Im Unterschied zu anderen gerichtlichen Auseinandersetzungen gibt es im Arbeitsrecht Besonderheiten:

Will man sich gegen eine Kündigung wehren und deren Wirksamkeit verhindern, ist innerhalb einer 3-wöchigen Frist Klage beim Arbeitsgericht zu erheben. Erst danach erhobene Klagen werden nur unter engen Beschränkungen und nur auf Antrag vom Arbeitsgericht nachträglich zugelassen.
Weiterhin ist bedeutsam, dass in erster Instanz jede Partei ihre Kosten für die Hinzuziehung eines Prozessbevollmächtigten selbst zu tragen hat, unabhängig vom Ausgang des Verfahrens. Kann eine Partei diese nicht aufbringen, sollte Antrag auf Bewilligung von Prozesskostenhilfe gestellt werden.

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